Lesung mit Konzert - 11:00 Uhr
Sonntag, 21. Juni 2026
Das Projekt widmet sich einem einerseits typisch jüdischen, andererseits allgemein sehr ansprechenden Thema durch das Prisma der drei großen deutschsprachigen jüdischen Schriftsteller des 19. - 20. Jahrhunderts Heinrich Heine, Franz Kafka und Paul Celan. Am Beispiel ihrer besonderen Werke werden verschiedene spannende Aspekte in der Überlieferung und Wahrnehmung des Judentums von Generation zu Generation zum Ausdruck gebracht. Die literarische Vorlage bilden Heines unvollendeter Jugendroman "Der Rabbi von Bacharach", Kafkas "Brief an den Vater" sowie der Jerusalemer Gedichtzyklus von Celan - voller Suche und Sehnsucht nach
dem eigenen Ich und einem Zuhause-Gefühl als Juden in einer nichtjüdischen Mehrheitsgesellschaft. Vorbelastet durch verschiedene entsprechende schmerz- und leidvolle
Erfahrungen in ihrem sozialen Umfeld, ihrer Familie wie auch die des Holocausts erscheinen diese drei Künstler als Inbegriff der inneren Zerrissenheit in ihrem Judentum, die sie zu überwinden suchten. Musikalisch und somit emotional wird die Lesung durch die Musik der drei jüdischen Komponisten aus drei Epochen vertieft, die mit den Schriftstellern gut korrespondieren: Felix Mendlessohn (zu Heine), Gustav Mahler (zu Kafka) und Don Jaffé (zu Celan: Übrigens: Don Jaffé ist ein Holocaust-Überlebender aus Riga, lebt in Bremen und widmet sich in seinem Schaffen der Jüdischen Geschichte). Es sind vier Musiker beteiligt - Geige, Cello, Oboe und Klavier. Der Pianist tritt auch als Vorleser auf.
Der Eintritt ist frei, der Veranstalter freut sich jedoch über Spenden an den Solidaritätspartnerschaftsverein Bergisch Gladbach-Nir Oz zum Aufbau eines kulturell-gesellschaftlichen Austausches mit dem Kibbuz Nir Oz.
Weitere Informationen unter DIG Bonn
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